• Kognitive Verhaltenstherapie 

  • Systemische Familientherapie

  • Traumatherapie / EMDR

Kognitive Verhaltenstherapie:

Ein Anruf bei mir in der Praxis entsteht meist aus dem Wunsch heraus, mit quälenden Gefühlen und Gedanken besser umgehen zu können. Es ist meine Erfahrung, dass auch Menschen, die sich bereits sehr viel mit ihren Problemen beschäftigt haben, unabhängig von Ausbildung, familiärem Hintergrund und Kultur, oft nicht alleine eine dauerhafte Verbesserung erreichen können. Häufig kommen deshalb erschwerend Scham- und Hilflosigkeitsgefühle hinzu.

Der Mensch zieht sich zurück, vermeidet Kontakte und dreht sich immer mehr im Kreise mit sich selbst.

In der kognitiven Verhaltenstherapie wird nicht davon ausgegangen, dass Emotionen willentlich und auf direktem Wege veränderbar sind. Gemeinsam wird in der Therapie erarbeitet, wie im Zusammenspiel von flexibleren Denk- und Verhaltensmustern eine nachhaltige Veränderung von Gefühlen und Lebensbedingungen erreicht werden kann. Sie werden dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten kennenlernen und einüben, durch die der gewünschte Veränderungsprozess in Gang gesetzt und  Erfolge stabilisiert werden können. 

Erfahrungen der Vergangenheit werden dabei in dem Ausmaß beachtet, in dem dies nötig ist. Der Fokus liegt auf einer Stärkung des Selbst-wertgefühls durch ein Erleben im Hier und Jetzt. 

Wichtig ist mir der Gedanke, dass Veränderungsprozesse in einem verlässlichen, vertrauensvollen und transparenten Therapiesetting im Patienten selbst entstehen können und nicht aufgezwungen werden. Selbstbestimmung und Eigenverantwortung haben für mich in der Arbeit mit Erwachsenen und Jugendlichen deshalb einen hohen Stellenwert. 

Systemische Familientherapie

Es wird davon ausgegangen, dass eine sichere Bindung an enge Bezugspersonen nicht nur im Kindes- und Jugendalter, sondern über die gesamte Lebensspanne hinweg notwendige Bedingung für Persönlichkeitsentwicklung und eine befriedigende Lebensgestaltung ist.  In der systemischen Familientherapie steht dabei das System, d.h. das Wechselspiel und Geflecht der einzelnen Familienmitglieder und weniger die einzelne Person im Mittelpunkt. Es geht darum, Ressourcen zu stärken sowie Interaktionsgewohnheiten, Bedeutungen und Regeln des Systems zu erkennen und soweit zu verändern, dass ein vertrauensvolles, harmonisches und verbindliches Miteinander möglich wird. Hierdurch entsteht dann auch Raum für die Individualität des Einzelnen, die letztlich gut für das ganze System ist. Meine Rolle ist hierbei die einer Mediatorin, die durch Struktur und Klärungshilfe durch diesen Prozess begleitet.  

Bild 04.01.21 um 15.22 (5).jpeg

Traumatherapie /EMDR

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein strukturiertes und zielorientiertes Verfahren, um dysfunktionale Lernerfahrungen bzw. Traumata und daraus entstandene Selbstwertprobleme in funktionalere Einsichten und ein gesünderes Selbstwerterleben überzuleiten. Es wird davon ausgegangen, dass Menschen einen natürlichen Antrieb zu Entwicklung und zur Integration von Erfahrung haben. Dieser Integrationsprozess wird in der sicheren Beziehung zum Therapeuten durch den EMDR-Prozess angestoßen  und/oder beschleunigt. Das Verfahren wird häufig zur Behandlung von Traumafolgen, jedoch zunehmend auch in anderen Bereichen wie z.B. Depression, Angst- und Suchterkrankungen eingesetzt. EMDR hat sich in zahlreichen Studien als nützlich erwiesen. Es ist als wissenschaftliche Methode inzwischen international anerkannt.